Kann Italien noch wachsen?

  
Besucher:

(129)

„Der Euro-Raum kann nicht prosperieren, wenn die drittgrößte Volkswirtschaft ein potentielles Wachstum nahe Null hat. Italien muss wachsen und das wird nicht geschehen, indem man darauf wartet, dass sich der Zyklus von selbst ändert. Die Herausforderungen für Italien sind langfristig und die Lösung ist strukturell. Wir brauchen nur einen Blick auf die bisherigen Trends zu werfen, um dies zu erkennen: die Wachstumsrate war 5% in den 50er Jahren, 4% in den 60er, 3% in den 70er, 2% in den 80er, 1% in den 90er und 0% in den 2000er Jahren. Italien ist zu groß, um von außerhalb gerettet zu werden, es muss den Turnaround selbst schaffen. Sein Schicksal wird entscheidend für das Schicksal des Euro-Raumes sein.“

Jörg Asmussen, früheres EZB-Direktororiumsmitglied in seiner Rede  „Cooperation and diversity: principles for a stable euro area“ aus Anlass der Preisverleihung „Alumnus of the Year“ an der italienischen Bocconi, Mailand, 25. Oktober 2013